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EIP KleeValue: Leguminosengras-Pellets herstellen

07.01.2026

Biodüngung besser und Kleegrasanbau attraktiver machen: Das sind die Ziele des im August 2025 gestarteten EIP-Projekts KleeValue. Drei Praxisbetriebe entwickeln gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und der Universität Bonn ein neues Düngemittel aus regionalen Biokreisläufen für den ökologischen Gemüsebau. Dafür werden Anbau- und Produktionstests durchgeführt.

Im ökologischen Gemüseba

Kleegrasversuche KleeValue
Die Kleegrasversuche wurden im August/September 2025 erfolgreich mit betriebsüblicher Technik angelegt.

u ist der Nährstoffbedarf der Pflanzen meist höher als im Ackerbau: Viele Gemüsekulturen, wie zum Beispiel Kohlgewächse, benötigen für gute Erträge und Qualitäten eine gute Nährstoffversorgung zum richtigen Zeitpunkt. Ergänzend zu Wirtschaftsdüngern der ökologischen Kreislaufwirtschaft werden organische Handelsdünger eingesetzt, die meist aus Reststoffen der Lebensmittelwirtschaft bestehen. Eine Alternative wären Klee- und Luzernepellets aus ökologischer Kreislaufwirtschaft, wofür in NRW jedoch keine großtechnischen Produktionsmöglichkeiten bestehen.

Ökologische Gemüsebaubetriebe wirtschaften zunehmend spezialisiert, halten also weniger Tiere als die idealtypischen Gemischtbetriebe. Doch auch sie bauen Kleegras an, das normalerweise als Futtermittel dient. Kleegras ist im Ökolandbau essentiell für die Verdrängung von Wurzelunkräutern, die Stickstofffixierung durch Knöllchenbakterien und den Humuserhalt im Boden. Ökologische Gemüsebaubetriebe suchen daher nach einer Wertschöpfung für das Kleegras, indem sie Futter-Mist-Tausch mit viehhaltenden Betrieben oder Biogasanlagen betreiben. Diese sind jedoch nicht in jeder Region ausreichend verfügbar, weswegen zusätzliche Verwendungen, zum Beispiel als Dünger, attraktiver werden.

Alle weiteren Infos zum Projekt und künftige Ergebnisse finden Sie auf der Projekte-Webseite


Daniel Gärttling, Landwirtschaftskammer NRW