Eine bessere Kommunikation von Projektergebnissen anstelle von Projektbeschreibungen, eine Fortführung von bestehenden Netzwerkprojekten und eine effizientere Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern – diese Wünsche richteten die Teilnehmenden beim ersten Treffen zum AKIS-System (Agricultural Knowledge and Innovation System) in Hannover an die beteiligten Schlüsselakteure.
Vergangene Woche luden die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume – für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (DVS), das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) sowie der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) ein, um das AKIS-Konzept vorzustellen und verständlich zu machen, die verschiedenen Akteure stärker in einen Austausch zu bringen und konkrete Verbesserungsvorschläge zu sammeln.
„Die über 100 Schlüsselakteure des deutschen AKIS-Systems aus Bundes- und Landesministerien, (Ressort-)Forschung, Beratung, Verbänden und landwirtschaftlicher Praxis an einem Tisch zu vereinen und in einen konstruktiven Austausch zu bringen, das ist uns gelungen“, so Dr. Ursula Monnerjahn, Leiterin des BMEL-Referats „Allgemeine und grundsätzliche Angelegenheiten der Forschung, Koordinierung des Forschungsbereichs“ und AKIS-Coordination Body.
Dr. Leonie Göbel aus der DVS, die in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt ist, beschreibt das AKIS-Konzept und Ziel wie folgt: „Es gibt bereits zahlreiche tolle Best-Practice-Beispiele aus Bund und Ländern. Diese Angebote müssen wir jedoch besser kommunizieren, sodass alle voneinander lernen, um Transformationsprozesse erfolgreich zu gestalten.“ Wissen und die Möglichkeit neue Dinge auszuprobieren seien entscheidend dafür, dass Landwirtinnen und Landwirte die derzeitigen und künftigen Herausforderungen bewältigen können.
Mit Praktikern im Gespräch
Was sich Praktikerinnen und Praktiker wünschen, darüber berichteten stellvertretend Marie von Schnehen (Hofgut Klein Schneen, Friedland), Carsten Stegelmann (Dersekower Agrar AG, Dersekow) sowie Ulrich Westrup (Westrup-Koch Milch GbR, Bissendorf). Dazu gehören beispielsweise eine bessere Kommunikation von Projektergebnissen, eine Fortführung bestehender Netzwerkprojekte und eine effizientere Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern.
Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung gibt es unter www.dvs-gap-netzwerk.de/akis-ws. In zwei Jahren wird die nächste bundesweite AKIS-Veranstaltung stattfinden, um die Weiterentwicklungen zu präsentieren und den Austausch fortzuführen.
BLE/DVS

Was aus Sicht von Praktikerinnen und Praktikern für ein gutes AKIS nötig ist, berichten unter der Moderation von Dr. Leonie Göbel, DVS (2.v.r.), Carsten Stegelmann, Ulrich Westrup und Marie von Schnehen (v.l.n.r.). Foto: DVS