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Ökolandbau NRW

Leistungsfähiger Agrarsektor in NRW

25.07.2022

Foto: Meike Siebel, Landwirtschaftskammer NRW

Vor dem Hintergrund einer weltweit angespannten Ernährungslage nimmt der Stellenwert der hiesigen Nahrungsmittelproduktion immer mehr zu. In diesem Zusammenhang rückt der knappe Faktor Boden deutlich in den Vordergrund. Die Umsatzpotentiale, bezogen auf den begrenzenden Faktor Boden, variierten in den Ländern erheblich.

Niedersachsen vorn

In NRW leisten neben der Tierhaltung vielfältige Produktionsausrichtungen wesentliche Umsatzanteile. Mit einem Umsatz von 5 490 €/ha aus Pflanzenbau und Tierhaltung erbrachte die nordrhein-westfälische Agrarbranche im Jahr 2020 bundesweit die höchste Flächenproduktivität. Bei den Gesamtumsätzen lag Niedersachsen mit 13 Mrd. € vorne, gefolgt von Bayern mit fast 11 Mrd. € und NRW mit 8 Mrd. €. Bundesweit beliefen sich die Umsätze auf 57,23 Mrd. €.

Aus den Zahlen der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung geht die Wirtschaftskraft des Agrarsektors hervor. Darin ist die Gesamtproduktion aus Landwirtschaft und Gartenbau mit Erzeugerpreisen ab Hof ohne Umsatzsteuer enthalten.

Sorge wegen rückläufiger Tierzahlen

Mit Sorge richtet sich der Blick auf die stark sinkenden Tierzahlen, insbesondere in der Schweinehaltung. Fraglich ist, ob die zunehmend schwindende Wirtschaftskraft der Viehhaltung in den nächsten Jahren monetär durch den Pflanzenbau kompensiert werden kann und NRW weiterhin als Gunststandort fungiert. Mit der rückläufigen Tierhaltung geht in den landwirtschaftlichen Betrieben sowie in zahlreichen vor- und nachgelagerten Bereichen der Landwirtschaft erhebliches wirtschaftliches Potential verloren.

Produktionswert zu Erzeugerpreisen im Vergleich der Bundesländer


Jürgen Boerman und Ulrike Lemke,

Landwirtschaftskammer NRW