Liebe Leserinnen und liebe Leser,
seit 1963 erstellt die International Union for Conservation of Nature Rote Listen weltweit gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Nun hat es auch die Wildart unserer heimischen Honigbienen darauf geschafft - ein bedauerlicher "Aufstieg". Die wilden Honigbienen zeichnen sich im Vergleich zu den landwirtschaftlich genutzten Artgenossen durch eine große genetische Vielfalt aus, die - selbstverständlich - ein wichtiger Faktor für die Biodiversität in Fauna und damit eben auch Flora ist. Die dringende Forderung einer Forschergruppe an der Uni Hohenheim lautet daher, wilde Honigbienen künftig ausdrücklich als schützenswerten Teil der Biodiversität anzuerkennen und zu überwachen. Dabei kann auch jeder Praktiker und jede Praktikerin helfen.
Bessere Laune macht da sicher das Ergebnis einer ganz anderen Forschungsarbeit: In dem EU-Projekt BIO² sollen aus Reststoffen neue Produkte für den Ökolandbau entstehen. Biobasierte Dünger, mikrobielle Pflanzenschutzlösungen und natürliche Produkte für die Tiergesundheit stehen im Fokus der Arbeit. Bis diese Produkte Marktreife erlangen, dauert es zwar noch. Nichtsdestotrotz richtet sich der Blick durch solche Projekte auf die Notwendigkeit, dass auch der Ökolandbau eine verlässliche Nährstoffversorgung und Pflanzenschutz benötigt.
Und passend zur Halbzeit der Sommerferien weisen wir auf den Start der Höfetour am Niederrhein hin, auf der sich ein paar schöne Einkehren auf Höfen entlang der ausgewiesenen Strecke legen lassen - Ministerin Silke Gorißen und Kammerpräsident Werring haben die Strecke heute fröhlich eröffnet, Bilder und Infos finden Sie ab heute Nachmittag auf unserer Seite. Außerdem rückt der Start der BioWochen NRW in greifbare Nähe. Suchen Sie sich doch schonmal ein unterhaltsames Event aus!
Eine schöne Ferienhalbzeit und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen Ihre Redaktion!