Im Rahmen der bundesweiten Eiweißpflanzenstrategie des BMEL setzt das LeguNet die Arbeit von drei Netzwerken zu Erbse/Bohne, Lupine und Soja fort und bündelt das Wissen rund um alle Körnerleguminosen.
Das Projekt ist die Antwort auf einen steigenden Bedarf an heimischen Eiweißfuttermitteln und das Interesse an eiweißreichen und glutenfreien Produkten für die Humanernährung. In Deutschland eher selten angebaute Kulturen, wie Kichererbsen und Linsen, sind ebenfalls in das Netzwerk integriert, denn durch Klimaveränderungen steigt auch ihr Anbaupotenzial in Deutschland.
Heimische Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen, Soja und Co., sind nachhaltig und gentechnikfrei. Die Anbauzahlen dieser Körnerleguminosen steigen, ihr Potenzial ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft.
Das Leguminosen-Netzwerk ist seit 2023 auch in Nordrhein-Westfalen aktiv. Ziel des mehrjährigen Projektes ist die Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Leguminosen aus heimischer Produktion. An dem Modell- und Demonstrationsvorhaben sind aktuell 17 Partner beteiligt.
Demonstrationsbetriebe
Herzstück des Leguminosen-Netzwerks sind ausgewählte landwirtschaftliche Demonstrationsbetriebe und Betriebe im nachgelagerten Bereich, an denen der Anbau und die Verwertung von Körnerleguminosen dargestellt und aktiv vermittelt werden. In NRW sind dies vier konventionelle und zwei biologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe. Diese werden durch das Regionalmanagement betreut. Zudem werden über das Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen rund um die Leguminose angeboten.
Vorteile von Körnerleguminosen
- Sie versorgen sich selbst und Nachfrüchte mit Stickstoff.
- Sie verbessern die Bodenstruktur und die Bodenfruchtbarkeit.
- Sie lockern getreidereiche Fruchtfolgen auf und verringern dadurch den Krankheitsdruck.
- Sie tragen durch den Wechsel von Sommerungen und Winterungen, Halm- und Blattfrüchten zu einer besseren Unkrautregulierung bei.
- Sie fördern die Biodiversität, da sie blütenbesuchenden Insekten Lebensraum bieten.
Ziele des Netzwerkes
- Aufzeigen der zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten.
- Vernetzung der Branche und Erschließen neuer Absatzmärkte.
- Unterstützung von Innovationen im Futter- und Lebensmittelbereich.
- Förderung des Wissenstransfers zu Anbau und Verwertung.
- Verbindung zu Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der bundesweiten Eiweißpflanzenstrategie.
Wertschöpfung
Bisher stammt der Großteil der verarbeiteten Ware im wachsenden Futter- und Lebensmittelmarkt aus Importen. Fachleute aus dem LeguNet wollen das ändern, wobei sie gleichermaßen die konventionelle und die ökologische Wirtschaftsweise einbeziehen.
Wissenstransfer
Vorhandenes und im Projekt gewonnenes Wissen wird gesammelt, gebündelt und so aufbereitet, dass es allen Interessierten zur Verfügung steht.
Weiterführende Links
Projektlaufzeit
2023 bis 2025
Projektpartner
- Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen LLH
- Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern
- Naturland
- Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen
- Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (ufop)
- Fachhochschule Südwestfalen
- Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
- Bioland
- FiBL Projekte GmbH
- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft LfL
- Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
- Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (ltz)
- Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum Thüringen
- Gesellschaft zur Förderung der Lupine
- Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
- Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
- Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Quelle: LeguNet